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Weitere Klanginstallationen bereichern Römermuseum

Weitere Klanginstallationen bereichern Römermuseum

Ein Markttag in Güglingen vor 1800 Jahren: Mitten im emsigen Treiben von Kaufleuten und Handwerkern auf der Hauptstraße erscheint verspätet der sehnlichst erwartete Händler aus Noviomagus (Speyer) mit seinem Ochsenkarren und kann sich vom herbeistürzenden Lebensmittelladenbesitzer obendrein noch eine ordentliche Rüge für die schlechte Qualität seiner letzten Lieferung anhören.

 

Die Tochter des hiesigen Gastwirts versucht, unter den Passanten um einen Freier zu buhlen, handelt sich vom vorbeikommenden Steinmetz jedoch nur eine barsche Absage ein und die Empfehlung, wegen ihres äußerlich erkennbaren Gesundheitszustandes dringendst einen Arzt aufzusuchen. Im Verkaufsraum des Töpferladens entspinnt sich ein angeregtes Verkaufsgespräch der Verkäuferin mit dem örtlichen Gastwirt, der einen Großteil seines Geschirrs ersetzen muss, nachdem es ihm am Vorabend bei einem handfesten Streit unter der sturzbetrunkenen Handwerkerschaft zu Bruch gegangen ist. Hinter dem Haus schließlich sind neben verschiedenen Tieren auch die Laute aus einzelnen Freiluftwerkstätten, die im Hinterhofbereich tätig sind, zu hören.


Neue Klanginstallationen an drei unterschiedlichen Stellen im 1. Obergeschoss bieten dem Besucher nun diese Eindrücke und verstärken noch intensiver sein Erlebnis einer Zeitreise in das Güglingen zur Römerzeit, während er von der Hauptstraße aus das rekonstruierte Streifenhaus durchschreitet und schließlich im Hinterhof ankommt.

 

Die Sprechrollen übernahmen dankenswerterweise Studenten der Universität Stuttgart, denen das Mitwirken am Projekt viel Freude bereitet hat.