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Große Resonanz bei Lehrerfortbildung

Ende Februar 2010 veranstaltete der „Arbeitskreis Landesgeschichte in der Schule im Regierungspräsidium Stuttgart“ eine Lehrerfortbildung im Römermuseum Güglingen.

 

Bereits Anfang Juli letzten Jahres fand eine erste Tagung des Arbeitskreises in Güglingen statt. In der jetzigen Veranstaltung gipfelten nun die rund einjährigen Bestrebungen, das Römermuseum als außerschulischen Lernort auf breiter Basis bekannt zu machen und dauerhaft zu etablieren. Es wird künftig ein Schwerpunktmuseum für die Epoche „Römerzeit“ im Regierungsbezirk Stuttgart darstellen.

 

Der Organisator und zugleich Leiter des Arbeitskreises Landeskunde/Landesgeschichte im Regierungsbezirk Stuttgart, Dr. Ulrich Maier (Justinus-Kerner-Gymnasium Weinsberg) zeigte sich erfreut, dass insbesondere diese Fortbildungsveranstaltung auf ein großes Interesse seiner Kollegen stieß: Rund 25 Lehrerinnen und Lehrer aller Schularten fanden den Weg nach Güglingen. Sie kamen nicht nur aus dem Landkreis Heilbronn, sondern auch aus Künzelsau, Remseck, Weil der Stadt, Herrenberg und Stuttgart.

 

Die Resonanz der Teilnehmer nach einer eingehenden Museumsführung war durchweg sehr positiv. Insbesondere die ansprechende didaktische Aufarbeitung des Themas wurde viel beachtet, ebenso die überraschende Vielfalt der unterschiedlichen Zugänge, die das Museum Schulklassen bietet, wie beispielsweise altsprachliche Ansätze bis hin zu Anknüpfungspunkten mit aktuellen Thematiken wie z. B. Ethnizität, Migration oder Akkulturationsprozessen. Große Zustimmung fand auch die Güglinger Ausrichtung auf die zivile Komponente der römischen Zeit, die es prägnant von den anderen, mehrheitlich militärisch fokussierten Römermuseen im Land abhebt.

 

Im Rahmen der Veranstaltung stellte Martin Heigold von der Helene-Lange-Realschule in Heilbronn seine differenzierten und umfangreichen Unterrichtsmaterialien für verschiedene Schulgattungen zum Römermuseum vor. Er entwickelte sie etappenweise mit seinen Schülern und der Unterstützung von Museumsleiter Enrico De Gennaro über rund ein Jahr hinweg. Die Materialien bieten vielfältige und unterschiedliche Zugänge zu den im Museum dargestellten Themen auf dem jeweiligen Kenntnisstand der Schüler: Ausgearbeitet wurden beispielsweise Ansätze, die das Verständnis für verschiedene Themenbereiche vertiefen, gelenkte Selbsterkundungen bis hin zu Rollenspielen oder dem eigenständigen Erarbeiten einer „Schüler führen Schüler“-Führung unter fachlicher Begleitung.

 

Die erarbeiteten Unterrichtsmaterialien werden dem interessierten Lehrpersonal künftig auf dem Landesbildungsserver Baden-Württemberg bereitgestellt.