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Römische Steindenkmäler

Römische Steindenkmäler

Im Rahmen der Güglinger Stadtkernsanierung in den 1970er/80er Jahren hat der dafür verantwortlich zeichnende Architekt Heinz Rall den Bezug Güglingens zu den Römern schon frühzeitig erkannt. Anlass dazu gab der Fund eines Viergöttersteins, der um die Mitte des 19. Jahrhunderts in den Grundmauern der abgebrannten Stadtkirche aufgefunden wurde. Bereits damals war die ausgedehnte römische Fundstelle in den südlich der Zaber gelegenen „Steinäckern“ bekannt. 

 

Ralls Ansatz, Altes und Neues zu verschmelzen, hinterließ seine Spuren: An verschiedenen Stellen im Stadtraum wurden die Kunststeinabgüsse verschiedener römischer Steindenkmäler in die Bausubstanz eingebracht bzw. aufgestellt. Die Mehrzahl von ihnen befindet sich heute im Original im Römischen Lapidarium des Landesmuseums Württemberg in Stuttgart.

 

Der Kurzführer "Römische Steindenkmäler im Güglinger Stadtraum" möchte diese Steindenkmäler näher beleuchten und zur genaueren Betrachtung anregen. Interessant ist auch, dass mittlerweile in vielen Fällen über das Umfeld, aus dem die Funde stammen, durch spätere Grabungen eingehendere Aussagen getroffen werden können, die zum Zeitpunkt ihrer Anbringung in Güglingen noch nicht bekannt waren.

 

Ergänzend werden in dem Kurzführer weitere römische Funde behandelt, die auch schon in früherer Zeit im Bereich des Güglinger Stadtkerns und dessen unmittelbarer Umgebung aufgefunden worden sind. Sie sollen insbesondere verdeutlichen, wie stark der römische Vicus als nahegelegener „Steinbruch“ für spätmittelalterliche und neuzeitliche Bautätigkeiten genutzt wurde.

 

Die Broschüre ist an den üblichen Auslagestellen in Güglingen und natürlich im Römermuseum kostenlos erhältlich.