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Führungsprogramm 2021

F├╝hrungsprogramm 2021

Neben unserem unseren regelmäßigen Öffentlichen Führungen (am 1. Sonntag des Monats) und Familienführungen (am 3. Sonntag des Monats) werden verschiedene Sonderführungen eine Reihe von Themen in der Dauerausstellung beleuchten.
 

 

Die Termine im Überblick:

 

Öffentliche Führungen:

(jeden 1. Sonntag im Monat um 15 Uhr)

3.1., 7.2., 7.3.,

4.4., 2.5., 6.6.,

4.7., 1.8., 5.9.,

3.10., 7.11., 5.12.2021

 

Familienführungen:

(jeden 3. Sonntag im Monat um 15 Uhr)

17.1., 21.2., 21.3.,

18.4., 16.5., 20.6.,

18.7., 15.8., 19.9.,

17.10., 21.11., 19.12.2021

 

 

Alma-Tadema Roses of HeliogabalusAls Elagabal römischer Kaiser war – eine Zeitreise 1800 Jahre zurück ins Jahr 221 n. Chr.

Wie gestaltete sich das Leben im Imperium vor genau 1800 Jahren? Der Niedergang wird in Rom bereits deutlich spürbar, doch die Provinz hat er noch nicht erreicht und diese erfreut sich weiterhin einer Blütezeit.

Insbesondere unter Kaiser Elagabal (218-222 n. Chr.) erreichte die Dekadenz und Lasterhaftigkeit in Rom einen Höhepunkt. Migration war ein großes und heiß diskutiertes Thema, damals wie heute: Einen regelrechten „Culture Clash“ verursachten die tiefgreifenden orientalischen und syrischen Einflüsse, die Elagabal nach Rom brachte und welche auf massive Ablehnung beim konservativen Römertum stießen.

Darüber hinaus beschäftigten die Menschen damals auch genauso Themen wie die Umweltproblematik oder die ökonomische Krise und Inflation.

Themenführung mit Frank Merkle M.A.

Termin: Sonntag, 27.6.2021, 11 Uhr und 15 Uhr

Dauer: ca. 90 Minuten

Kosten: 4,- € p.P. zzgl. erm. Eintritt (Museums-PASS-Musées-Inhaber: gratis)

 

 

Holzpfosten Streifenhaus Fachwerk„Lignum – Holz“

Die Bedeutung und Nutzung von Holz war in römischer Zeit allgegenwärtig und es war einer der wichtigsten Rohstoffe vor 1800 Jahren. Seine Verwendung war äußerst vielfältig – ob als Werkstoff, Baustoff oder Brennstoff.

Die große Rolle, die das Holz in vielen Bereichen der Zivilisation und Kultur der Römerzeit abdeckte, wird dem Besucher an vielen verschiedenen Beispielen eindrucksvoll vor Augen geführt.

Themenführung mit Museumsleiter Enrico De Gennaro M.A.

Termin: Sonntag, 11.7.2021 um 11:00 Uhr und 15:00 Uhr

Dauer: ca. 90 Minuten

Kosten: 4,- € p.P. zzgl. erm. Eintritt (Museums-PASS-Musées-Inhaber: gratis)

 

 

Terminverschiebung (vom 13.6.):

Vicus von GüglingenCXXI 1900 Jahre (römisches) Güglingen

Der Vicus von Güglingen wird in diesem Jahr 1900 Jahre alt. Seine Entstehung kann recht genau datiert werden – u.a. durch eine prägefrische Münze, die als Bauopfer in Mithräum II vermauert wurde. Sein Ende hingegen ist nicht so gut fassbar und liegt noch etwas im Nebel der Geschichte. Möglicherweise sorgten die Germanen-Einfälle unter Kaiser Severus Alexander bereits im Jahr 233 dafür, dass man die Siedlungstätigkeit hier sukzessive aufgab.

Die Führung wirft anlässlich des runden „Jubiläums“ einen Blick auf das Werden und Bestehen dieses kleinstädtisch geprägten Mittelpunktsortes im Zabergäu als auch auf sein Umfeld und die wichtige Rolle, die er für Handel und Verkehr zwischen Neckar und Rhein spielte.

Themenführung mit Frank Merkle M.A.

Termin: Sonntag, 22.8.2021 um 11:00 Uhr und 15:00 Uhr

Dauer: ca. 90 Minuten

Kosten: 4,- € p.P. zzgl. erm. Eintritt (Museums-PASS-Musées-Inhaber: gratis)

 

 

Kellernische„Lapis – Stein“

Mit der römischen Besiedlung hielt der Steinbau bei uns Einzug, wenn auch nur für vergleichsweise kurze Zeit. Die fachgerechte Nutzung dieses Rohmaterials strahlte in verschiedenste Bereiche aus: So diente Stein nicht nur als Baustoff, sondern auch als Material für Gebrauchsgegenstände und Schmuck.

Nicht zuletzt war seine Bedeutung in der religiösen Plastik von immensem Stellenwert, der in Güglingen als der götterbildreichsten römischen Siedlung Baden-Württembergs besonders offenkundig wird.

Themenführung mit Museumsleiter Enrico De Gennaro M.A.

Termin: Sonntag, 12.9.2021 um 11:00 Uhr und 15:00 Uhr

Dauer: ca. 90 Minuten

Kosten: 4,- € p.P. zzgl. erm. Eintritt (Museums-PASS-Musées-Inhaber: gratis)

 

 

Terminverschiebung (vom 12.2.):

Römische SiedlungslandschaftRömische Vici im Neckarland und die Infrastruktur im Mittleren Neckarraum

Das römische Güglingen ist bis heute der größte ausgegrabene Ausschnitt eines zivilen ländlichen Vicus in Deutschland. Mittlerweile wurde dieser Siedlungstyp auch andernorts ausfindig gemacht, wie beispielsweise in Talheim und Besigheim-Ottmarsheim, wo ein weiteres Mithras-Heiligtum existiert. Der Vortrag behandelt diese Siedlungen im Mittleren Neckarraum, ihre infrastrukturelle Interaktion mit dem jeweiligen Umland und geht auch der Frage nach, ob wir in Bietigheim und Lauffen weitere Vici zu vermuten haben.

Daneben werden die herausragenden römischen Villen thematisiert – mit Frauenzimmern und Kirchheim die zwei ganz besonderen im Zabergäu, darüber hinaus auch jene vom Weißenhof, von Bietigheim, Großbottwar und Mundelsheim.

In diesem Rahmen wird der neu erschienene Band 36 der „Besigheimer Geschichtsblätter“ vorgestellt, der sich vollständig dem Thema „Das römische Ottmarsheim und seine Einbettung in die römische Infrastruktur zwischen Benningen, Böckingen, Güglingen und Großbottwar“ widmet.

Vortrag von Frank Merkle M.A. in Zusammenarbeit mit dem Geschichtsverein Besigheim

Termin: Freitag, 17.9.2021 um 19:00 Uhr

Ort: Römermuseum, Heinz-Rall-Saal

Kosten: 8,- € p.P. (Museums-PASS-Musées-Inhaber: gratis)

 

 

Hypatia Raffael

Hypatia – Antike Philosophin und Galionsfigur der modernen Frauenbewegung:

Kontroversen in der antiken Astronomie und Hintergründe ihrer Ermordung

Hypatia gilt als die letzte bedeutende Philosophin der heidnischen Antike. Da von ihrem Werk kaum etwas erhalten ist, ist sie vor allem durch die Umstände ihrer grausamen Ermordung durch einen christlichen Mob im ägyptischen Alexandria in Erinnerung geblieben.

Als das Christentum gegen Ende des 4. Jahrhunderts zur alleinigen Staatsreligion im römischen Reich erklärt wurde, setzte eine Welle von Heidenverfolgungen ein. Weil im Heidentum Philosophie und die alten Kulte untrennbar miteinander verbunden waren, gerieten in diesem Zusammenhang vor allem die Vertreter der Wissenschaft in Bedrängnis.

Als vielleicht prominentestes Opfer der wissenschaftsfeindlichen intoleranten Welle von Gewalt unter dem Deckmantel des Christentums kann Hypatia betrachtet werden. Von Zeitgenossen als bedeutendste Mathematikerin um 400 n. Chr. anerkannt, war ihr Verhängnis nicht nur ihr Festhalten am Heidentum, sondern auch, dass sie sich in einem patriarchalisch ausgerichteten christlichen Umfeld traute, als Frau in Alexandria Philosophie zu unterrichten, weshalb sie oft auch als eine der Galionsfiguren der Frauenbewegung betrachtet wird.

Neben den Umständen, die zum Mord an Hypatia führten, sollen auch die Erkenntnisse und Kontroversen in der antiken Astronomie, einem Forschungsgebiet dieser bedeutendsten Frau im Wissenschaftsbetrieb der Antike, beleuchtet werden.

Vortrag von Frank Merkle M.A., Althistoriker und Germanist

Termin: Freitag, 22.10.2021, 19 Uhr

Ort: Römermuseum, Caféteria

Kosten: 8,- € p.P. (Museums-PASS-Musées-Inhaber gratis)

 

 

Terminverschiebung (vom 25.4.): 

Altar Proserpina Persephone„Terra – Erde“

In römischer Zeit gewann man aus der Erde vieles: Sei es der Lehm für den Bau von Fachwerkhäusern, Ton für die Herstellung von Ziegeln sowie für die Töpferei und Keramikherstellung, deren Massenproduktion teilweise beachtliche und regelrecht vorindustrielle Ausmaße erreichte.

Im religiösen Zusammenhang kreisen um den Bezug zur Erde nicht zuletzt auch zahlreiche Gottheiten, die beispielsweise mit der Fruchtbarkeit eng in Verbindung stehen.

Themenführung mit Museumsleiter Enrico De Gennaro M.A.

Termin: Sonntag, 14.11.2021 um 11:00 Uhr und 15:00 Uhr

Dauer: ca. 90 Minuten

Kosten: 4,- € p.P. zzgl. erm. Eintritt (Museums-PASS-Musées-Inhaber: gratis)

 

 

Modell Töpferofen„Ignis – Feuer“

Das Feuer war ein essentielles Element, das in den verschiedensten Lebensbereichen einen tragenden Stellenwert einnahm – sei es das Herdfeuer im privaten Heim, das Feuer im Gebrauch bei verschiedensten Handwerkszweigen, bei der Begräbnissitte oder die große Bedeutung des Feuers im religiösen Kontext.

Nicht zuletzt wird auch seine zerstörerische Kraft eine Rolle spielen bei dieser Führung, die sich in vielfältiger Weise auf die Spur des Feuers begibt.

Themenführung mit Museumsleiter Enrico De Gennaro M.A.

Termin: Sonntag, 28.11.2021 um 11:00 Uhr und 15:00 Uhr

Dauer: ca. 90 Minuten

Kosten: 4,- € p.P. zzgl. erm. Eintritt (Museums-PASS-Musées-Inhaber: gratis)

 


 

Infos zu den einzelnen Veranstaltungen finden Sie auch >> Hier  in unserem Führungsfaltblatt.