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Aktuelles | De Gennaro, Enrico | 08.09.2015

Themenf├╝hrungen zum Tag des Offenen Denkmals am 13. September 2015

Tag des Offenen Denkmals

 

Wie jedes Jahr am zweiten Septembersonntag ist es bald wieder Zeit für die "European Heritage Days", die in Deutschland als "Tag des Offenen Denkmals" geläufig sind. An jenem Tag öffnen unterschiedlichste Eigentümer viele ihrer sonst nicht zugänglichen Denkmale. Ganz eingefleischte Fans dieser Veranstaltung stellen sich ihre individuellen Denkmaltouren mit einem akribisch durchgeplanten Ablauf zusammen und legen dabei gerne auch sehr weite Strecken zurück. Was es alles zu sehen gibt, können Interessierte unter

http://tag-des-offenen-denkmals.de/programm

ausfindig machen, doch erfahrungsgemäß kommen spontan noch etliche Teilnehmer hinzu, die erst der aktuellen Tagespresse entnommen werden können.

 

Rund um das Motto "Handwerk, Technik, Industrie" geht es am Sonntag beim deutschlandweiten "Tag des Offenen Denkmals". Im Römermuseum werden aus diesem Anlass zwei Führungen das Thema für die Zeit vor 1800 Jahren beleuchten. Ihr Titel:

 

"Zwischen Massenware und Einzelstück: Das römische Handwerk"

Die römische Zeit wirkt für uns heute vielfach ungemein vertraut: So bestimmten starke Wirtschaftlichkeitsbestrebungen Rohmaterialnutzung, Transport und Herstellungsprozesse, je nach Werkstoff und Endprodukt waren die unterschiedlichen Handwerkszweige von einer großen Spezialisierung geprägt. Ein hoher Standardisierungsgrad und einheitliche Fertigungsmethoden ermöglichten vielfach eine identische Produktion von Gegenständen des täglichen Bedarfs in sehr großen Stückzahlen – gerade durch diese Massenerzeugnisse besitzen die Hinterlassenschaften der römischen Kultur überall einen einheitlichen Wiedererkennungswert. Doch trotz aller Spezialisierung kam dem Haushandwerk eine weitere Rolle bei der Erzeugung bestimmter Produkte zu.

Auf der anderen Seite wiederum lassen sich verschiedene andere handwerkliche Erzeugnisse als ausgesprochene Einzelanfertigungen ansprechen, die von hochspezialisierten Handwerkern hergestellt wurden.

Faszinierend ist bis heute auch ein weiterer Aspekt: Im gesamten römischen Reich waren weitreichende Importe an der Tagesordnung – die verhandelten Güter blieben dabei dennoch für jedermann erschwinglich.

 

Termin: Sonntag, 13.9.2015, 11:00 Uhr und 15:00 Uhr

Dauer: ca. 90 Minuten

Kosten: Nur erm. Eintritt (Museums-Pass-Inhaber: gratis)

 

Klappladen Porticus

Im Vordergrund: In Güglingen hergestellte "Alltags- und Gebrauchskeramik", deren verschiedene Formen stark normiert sind. Im Hintergrund: Gefäße aus "Terra Sigillata", im Rahmen einer vorindustriellen Massenproduktion millionenfach identisch hergestellt.