Aktuelles - Archiv

Die Überdachung des römischen Brunnens ist eingetroffen

Die Überdachung des römischen Brunnens ist eingetroffen

Vergangene Woche wurde in der künftigen römischen Freilichtanlage an der Ochsenwiesenstraße bei Feuerwehr und Bauhof die Rekonstruktion einer römischen Brunnenüberdachung errichtet.

 

Der Brunnen gehörte ursprünglich zu einem der ca. 80 Häuser der bedeutenden römischen Kleinstadt im Zabergäu. Er ist rund 8 Meter tief und aus Stein gemauert. Über 11 Brunnen wurden in den vergangenen Jahren ausgegraben. Sie stellten die Wasserversorgung in der römischen Siedlung sicher. Der heute sichtbare gehört zu den tiefsten und am besten erhaltenen von ihnen. Er wurde im Anschluss an die Grabungen konserviert und der Brunnenring im vergangenen Jahr wieder auf die ursprüngliche Höhe aufgemauert. Bis heute führt er noch das anstehende Grundwasser.

 

Ursprünglich waren die Brunnen natürlich überdacht, um das Wasser vor Verunreinigungen wie z.B. herumfliegendem Herbstlaub zu schützen. Die Deckung der Dachkonstruktion konnten Ziegel oder Holzschindeln sein. Eine derartige schindelgedeckte Brunnenüberdachung aus Eichenholz komplettiert nun das Erscheinungsbild des Brunnens für die Besucher der Freilichtanlage. Sie wurde von der Zimmerei Wörz nach Originalvorbildern und in römischer Handwerkskunst verwirklicht.

 

Gleichzeitig sind bislang die Grundrisse eines sogenannten „Streifenhauses“ und des Nachbargebäudes angedeutet worden, in dessen rückwärtigem Gartenbereich der Brunnen liegt. Das Grundstück wird in den nächsten Wochen noch mit einem authentischen Weidenrutenflechtwerkzaun eingefasst, wodurch der Besucher eindrücklich die ursprüngliche Zusammengehörigkeit und Dimension dieser Siedlungselemente erkennen kann.